Freitag, 25. August 2017

Georgetown

Nach Ipoh sind wir nach ein paar weiteren Stunden im Bus in Butterworth angekommen. Hier haben wir für 1,5 RM die Fähre nach Georgetown genommen. 

Das ging ohne Probleme, der Fahrtwind hat hier richtig gut getan, da wir von dem kurzen Weg vom Bus zur Fähre schon durchgeschwitzt waren. In Georgetown angekommen ging es zu Fuß zum Hostel. Hier ist es öfter so gewesen, dass wir kein Fenster im Zimmer hatten. Wie ich erfahren habe, stört das Männer in der Regel nicht, aber ich fühl mich mit einem Fenster doch um einiges wohler;) Wir haben in Sunny Side Hostel genächtigt, die Rezeptionisten waren sehr freundlich und ahben uns mit unterschiedlichen Karten der Stadt ausgestattet, sodass wir eine Karte mit Attraktionen, eine Karte mit Essenspunkten und eine Karte mit Streetart hatten. Da es schon relativ spät war und wir von der Reise ein bisschen mitgenommen waren, sind wir noch, dank Tipp der Rezeptionistin, auf einen Nightmarket gefahren. Da wir Freitag angekommen sind, hatten wir das Glück, den größten nightmarket der Woche miterleben zu können. Und das ist wirklich nicht gelogen, hier reihen sich Essenstände an Essensständen, es gibt sooooo viel gutes, richtig gutes, günstiges Essen, sodass wir keine andere Wahl hatten, als soviel zu Essen wie nur ging....und wir hatten keinen einzigen Fehlgriff. Es gab alle möglichen Arten an Fingerfood, gegrilltes, frittiertes, verschiedenes Gebäck usw.
Am nächsten Tag wollte ich unbedingt die Streetart sehen. Und die ist, wie man auf dem Foto sehen kann, wirklich sehr schön und auch noch sehr gut für Fotos gemacht:)



Da wir aber vor allem auf das unterschiedliche Essen, dass es in Malaysia gibt gespannt waren, hat es nicht lange gedauert, bis wir einheimisches Essen probieren wollten. Das ging von Eis in Kokosnussmilich mit grünen Glibber und roten Bohnen, über Reispfannen und Suppen, bis zu fischigem, feuerscharfen Nudelsalaten.


Ich kann nur sagen, Georgetown ist ein wahres Essensparadies, wo wir locker eine Woche hätten verbringen können. Die drei Tage, die wir dort waren, haben zwar gereicht um alles zu sehen, aber lange nicht um alles zu essen!
Neben Streetart und Essen gibt es entlang der Küste in Georgetown aber auch noch Gebäude, die auf Stelzen im Wasser gebaut worden sind, was sehr schön anzuschauen war. Außerdem kann man mit dem Bus für ein paar RM aus der Stadt raus fahren und weiße Sandstrände genießen. An den Haupteingängen zum Strand stehen zwar Leute, die einem verschieden Wassersportarten anbieten, aber läuft man ein paar Meter den Strand entlang, hat man seine Ruhe. Wir hatten z. B. einen großen Teil des Strandes fast für uns alleine. Das einzige, was etwas stört, ist der Müll der sich teilweise am Rand des Strandes, teilweise im Wasser befindet. Ich hatte das so nicht erwartet, mein Bruder kennt so ähnliche Umstände allerdings auch von Thailand.
Der Transport hat uns überhaupt keine Probleme bereitet, wir sind mit Grab und den Bussen sehr günstig weggekommen. Außerdem scheint es in jeder größeren Stadt Busse zu geben, die umsonst benutzt werden können und einen durch das Stadtzentrum bringen. Diese Busse sind gekennzeichnet mit GoKL in Kuala Lumpur und CAT in Georgetown. Auf den Bussen steht auch so etwas wie free ride, sodass Touris diese auch finden können.
Wegen dem vielen rumlaufen haben mein Bruder und ich entschieden uns für 20 RM eine halbe Stunde einer Fußreflexzonenmassage hinzugeben. Für schlappe 4 € haben wir eine wirklich richtig gute Massage bekommen. Hier kann ich das Asiatika sehr empfehlen! Wie in Kuala Lumpur waren das auch hier wieder Blinde, die die Massage durchgeführt hatten. Für mich war das am Anfang irgendwie komisch, aber ich hab mich gut unterhalten können und mir einiges über Reflexologie erklären lassen können.


Dienstag, 15. August 2017

Dritter Tag Cameron Highlands und Ipoh

Nach Kuala Lumpur ging es mit dem Bus in die Cameron Highlands. Die Straßen sind hier sehr gut, allerdings war die Strecke sehr kurvenreich, sodass man am Ende froh war, endlich angekommen zu sein! Die Busendstation in den Cameron Highlands heißt Tanah Rata, wir hatten unser Hotel aber in Brinchang, sodass wir mit dem Taxi für 15 RM zum Ria Cameron Hotel gefahren wurden. Wie wir auf der Fahrt zurück zu der Busstation am nächsten Tag herausgefunden haben, geht das allerdings auch für 10 RM;) Am Hotel angekommen haben wir dann überlegt, eine Tour zu den Teeplantagen zu buchen. Dies hat zeitlich aber leider nicht mehr hingehauen, sodass wir uns für ein Taxi entschieden haben, dass uns für 60 RM zur Bharat Teeplantage gefahren hat. Für das Geld hat der Fahrer eine Stunde vor der Plantage auf uns gewartet, um uns dann wieder zum Hotel zurückzufahren. Eine weitere Option wäre es gewesen, sich einen Taxifahrer für 75 RM für 3h zu "mieten". Das haben wir aber erst am nächsten Tag gesehen. Um auf der Teeplantage herumzulaufen musste man 2 RM Eintritt bezahlen und ich kann nur sagen: Das hat sich, trotz leichtem Regen, sehr gelohnt! 

Es hat auf der Plantage leicht nach Tee gerochen und man hat sich dank des unendlichen Grüns sehr entspannt gefühlt. Nach der dreiviertel Stunde auf der Plantage haben wir oben im Teehaus noch einenCameron Highlands Tee getrunken und ein Stück Kuchen gegessen, beides sehr lecker!
Da wir nach der Teeplantage noch ein paar Stunden Zeit hatten, bis es Dunkel wurde, sind wir zur Big Red Straweberry Farm gelaufen. Hier kann man Erdbeeren pflücken und in einem kleinen Shop nebenan alles Mögliche aus Erdbeeren gemacht kaufen.  

Am Abend haben wir dann noch in einem der Restaurants Abend gegessen und uns anschließend in einem japanischen Eiscafe eine Waffel mit Eis gegönnt. 
Früh am nächsten Tag ging es dann wieder in den Bus und ab nach Ipoh. Von vielen Leuten haben wir gehört, dass sich Ipoh nicht für einen Stopp lohnt, aber da es keinen Platz mehr im Bus direkt nach Penang, unserem nächsten Ziel, gab, haben wir einen Zwischenstopp in Ipoh eingelegt.
In dieser Stadt hat uns die App "Grab" sehr weitergeholfen. Das ist eine App wie "Uber", d.h. man kann sich von A nach B fahren lassen, für weniger Geld als ein Taxi kosten müsste. Dank der Grab App sind wir zum Perak Tong Tempel gekommen. Das ist ein in eine Höhle gebauter Tempel, mit schönen Malerein an der Wand und großen Statuen, ähnlich wie in den Batu Caves, aber doch etwas anderes. 


Nach der Tempelbesichtigung haben wir uns am Kiosk nebenan jeder für 6 RM eine Kokusnuss gegönnt.  
Mit der Grab App haben wir uns anschließend zum Hauptbahnhof in Ipoh fahren lassen. Dieser ist von außen sehr schön! Gegenüber befindet sich eine große Moschee. Neben dieser haben wir in einem food court einen leckeren Imbiss zu uns genommen und, da ich Mangolassi liebe, habe ich mir noch einen Mangolassi gegönnt.


Bestellt man in Malaysia etwas "to-go" wird das in der Plastiktüte mitgenommen. Und das gilt nicht nur für Getränke, sondern auch für Essen jeglicher Art! Mit Grab sind wir von dort wieder zum Busbahnhof gekommen, wo wir Dank des nicht hilfsbereiten Personals unseren Bus verpasst hatten, obwohl wir 15 Minuten früher vor Ort waren. Wir sind hier in Malaysia bis jetzt eigentlich nur sehr hilfsbereite und nette Menschen begegnet und waren an der Busstation dann doch überrascht, dass uns niemand weiterhelfen konnte. Trotz des Bus verpassens konnten wir ohne Umkosten ein Ticket für den nächsten Bus bekommen, welchen wir dann auch erwischt haben. Mit diesem Bus ging es nun nach Butterworth. Von dort aus haben wir die Fähre (1,40 RM) nach Georgetown genommen. Aber davon mehr im nächsten Post;)

Donnerstag, 10. August 2017

Nach kurzer Pause zu Hause ab nach Malaysia

Hallo Ihr,

jetzt habe ich mich schon länger nicht mehr gemeldet, deswegen bringe ich euch kurz erstmal auf den neuesten Stand:
Von Neuseeland aus bin ich im Juni nach Hause geflogen. Dort habe ich Freunde besucht und Zeit mit meiner Familie verbracht. Nebenbei habe ich gearbeitet, um mir ein bisschen Geld für das nächste Abenteuer zu verdienen:)
Die Reise ging vor drei Tagen los, es hieß "Ab nach Kuala Lumpur"! Diesmal bin ich jedoch nicht alleine auf reisen gegangen, sondern habe meinen Bruder mit dabei, der aber leider Ende August wieder zurück nach Deutschland fliegt.
In Malaysia werden wir insgesamt 2 Wochen bleiben. Dafür haben wir uns schon eine Route zurecht gelegt. Es geht von Kuala Lumpur über die Cameron Highlands und dann weiter nach Ipoh. Von dort aus fahren wir nach Georgtown/Penang. Wie es dann weiter geht wissen wir noch nicht zu 100%. Ich würde gerne auf die Insel Pulau Langkawi:D

Kuala Lumpur hat all unsere Erwartungen erfüllt. An unserem Anskunftstag sind wir, nachdem wir im Hostel eingecheckt haben, nach Chinatown gelaufen um dort Abend zu essen. Am nächsten Tag sind wir mit dem KTM Komuter (ein Zug) zu den Batu Caves gefahren. Der Besuch dahin lohnt sich wirklich sehr und ist außerdem kostenlos!
Die Caves sind rießig und mit Statuen geschmückt. Auf dem Weg zu den Caves trifft man auf süße Affen, die einem die Bananen aus den Händen klauen.
Da wir noch Zeit hatten bis unser Zug wieder ins Stadtzentrum zurück fuhr, sind wir für 5 RM in die Ramayana Höhle gegangen.
Nach den 222 Stufen hinauf zu den Batu Caves und dem Rundgang in der Ramayana Höhle hatten wir uns Essen reglich verdient, deswegen sind wir zu der Haltestelle Bangsar gefahren, wo es günstig sehr gutes Essen gibt. Hier haben wir auch keine Touristen gesehenXD
Danach sind wir für einen Spaziergang zu dem Vogelpark gelaufen. Jeder weiß, wie sehr ich Vögel mag.......und weil uns der Eintritt zu teuer war...haha...sind wir weiter durch den Park geschlendert....wobei Park kann man das nicht nennen, ein gepflasteter Weg führte uns an Museen und Moscheen vorbei.
Durch das humide Klima waren wir nach den ganzen Aktionen ein bisschen müde und haben eine kurze Pause im Hostel eingelegt. Von dort aus ging es dann weiter zum KLCC, wo wir die abendliche Lichterschau bewundern konnten, mit den Petronas Towern als Hintergrund.
 Soviel zu unseren ersten zwei Tagen. Der dritte Tag folgt in Kürze!

Sonntag, 26. März 2017

Gedanken

Auf meiner Reise habe ich viele verschiedene Menschen getroffen, jeder von Ihnen hinterlässt eine Spur auf meinem Weg mich selbst zu finden und mit mir ins Reinen zu kommen. Dank den Leuten lernst du dich selbst besser kennen. Wie ich darauf komme darüber zu schreiben: An einem Samstag Abend, so wie gestern, ist eigentlich immer jeder in Feierstimmung, dass heißt, dass im Hostel so richtig viel los ist. Da gestern aber die Feier in einem anderen Haus stattgefunden hat, hatten wir Mädchen die Zeit genutzt und mal "tiefsinnigere" Gespräche geführt als "Woher kommst du", "Wohin willst du". Es ging um unsere Ziele, wie wir Frauen alleine klarkommen, ohne Männer und wie man sich fühlt alleine zu reisne und was es einem bringt. Mich hat das zum Nachdenken gebracht. Ist mein Ziel dieser Reise vielleicht mich selbst zu finden? Aber wie macht man das. Durch die Gespräche am Abend hab ich herausgefunden, dass für mich "zu sich selbst finden" heißt, die Gedanken, die man hat zu akzeptieren. Zu Anfangs dachte ich, dass es eher darum geht seine Gedanken zu steuern. Sollte ich zum Beispiel an einen Typen denken, wollte ich eher den Gedanken wegschieben. Das habe ich als Gedanken kontrollieren verstanden. Jetzt allerdings, nachdem ich ein paar Tage darüber nachgedacht habe, denke ich, dass es viel mehr bringt, den Gedanken zu akzeptieren. Ich denke an den Typen und das ist ok. Ich weiß, dass es irgendwann vorbei gehen wird. Ich habe schon viel Herzschmerz erlebt und auch wenn man in dem Moment nicht daran glaubt aber: Zeit heilt alle Wunden. Dafür muss man sich allerdings auch mit seinen Gedanken auseinandersetzen. Sie wegzuschieben hilft nicht die Sache, was auch immer es ist, zu verarbeiten. Einfach ist das ganz sicher nicht. Wie für viele sportliche Aktivitäten muss man auch hier viel Zeit investieren um seine Gedanken zu trainieren. Ein Schritt in die richtige Richtung ist zu meditieren. Mittlerweile spiele ich mit dem Gedanken für einen Monat in eine Art "Tempel" nach Thailand zu gehen. Hier würde ich gegen Unterkunft arbeiten und an drei Kursen, welche in dem Tempel angeboten werden, teilnehmen. Die angebotenen Kurse sind Meditieren, Yoga und awakening class.
Der Sinn der ganzen Sache: Ich möchte stärker als zuvor wieder zurück nach Deutschland kommen. Ich möchte nicht unglücklich und antriebslos in einem Job festhängen und evtl in einer Partnerschaft, die mich nicht weiterbringt. Kenn ich irgendjemanden in meinem Umfeld, dem es so geht? Ja, Freunde und Familie, die Angst davor haben aus ihrem gewohnten Umfeld auszubrechen. Ich bin da nicht anders. Bis jetzt hatte ich immer Beziehungen, die mich eher nicht weitergebracht haben. Wenn ich so zurückdenke war immer ich diejenige, die zurückgesteckt hat, die Kompromisse eingegangen ist oder sich vielleicht sogar geopfert hat, nur das der Partner glücklich ist. Kann so etwas zu einer gesunden Partnerschaft führen? Nein. Man muss auf sich achten und mit sich selbst zufrieden sein. Mit mir selbst zufrieden sein....ich denke das dauert mindestens so lange, wie zu lernen seine Gedanken zu akzeptieren.
Ich denke sich nur darüber Gedanken zu machen wird mir nicht helfen. Ich muss aktiv etwas dafür tun. Ich werde mir in Zukunft mehr Zeit für mich einräumen. Das heißt auch, öfter alleine zu sein. Jeder der mich kennt weiß, dass ist genau das, wovor ich Angst habe, schon immer...jetzt wird mal Mut bewiesen:)

Donnerstag, 23. März 2017

Hastings

Hallo ihr Lieben!
Jetzt hab ich mich schon eeeeeewig nicht mehr gemeldet.....aber nicht, weil ich nicht dran gedacht habe, sondern weil ich hier kein WLAN habe. Es gibt noch Hostels ohne WLAN? Ja, in Neuseeland schon, oder man muss für ein paar MB eine horrende Summe zahlen!
Mittlerweile habe ich mich hier in Hastings schon eingelebt. Dazu gehört natürlich auch die Umgebung zu erkunden!
Ein Highlight hier ist Cap Kidnappers:

 Das zweite Highlight ist der Te Mata Peak:
 
Beides sind sehr schöne Orte! Bei Cap Kidnappers läuft man 2 1/2 Stunden zu einem Vogel-Natur-Schutzgebiet den Strand entlang. Zu erreichen sind die Vogel allerdings nur bei Ebbe! Der Te Mata Peak ist zu jeder Tageszeit schön, aber besonders zum Sonnenuntergang oder -aufgang.
Wirklich viel kann ich hier leider nicht machen, weil ich nur den Sonntag frei habe. Bis jetzt habe ich auf einem Weingut gearbeitet und hier die Trauben abgepflückt, Netze gezogen und Netze geklippt, dann war ich auf einer Kürbisfarm tätig und letztendlich bin ich im Packhouse gelandet. Im Packhouse arbeitet man 10 Stunden, von 6:00-16:00. Das ist das schlimmste, was ich bis jetzt jemals in meinem Leben gemacht habe. Stumpfe Arbeit, man fühlt sich wie eine Maschine nur gehetzter. Man ist ständig unter Stress und muss versuchen das schnelle Tempo, dass die Maschinen vorgeben, 10 Stunden lang durchzuhalten. Nach den 10 Stunden ohne Tageslicht in einer Fabrik ist man dann froh, endlich Feierabend zu haben. Die letzte Kraft bringt man furs Kochen auf, dann fällt man ins Bett und schläft bis um 4:45 der Wecker wieder klingeltXD
Mein Ziel Äpfel zu pflücken hab ich allerdings jetzt endlich auch erreicht und obwohl jeder davor warnt wie schwer die Arbeit auf einer Apfelfarm ist, macht es mir extrem viel Spaß:)
Egal welches Wetter, ich geh gerne zur Arbeit! Das einzig blöde im Moment ist, dass es ür die nächsten vier Tage keine Äpfel zu pflücken gibt, weil es einfach zu viel geregnet hat und deswegen die Äpfel noch nicht reif genug sind. Deswegen pflücke ich bis nächste Woche wieder Weintrauben. Das ist aber auch ok, weil ich nebenbei einfach Musik höre oder spanisch lerneXD
Ich hoffe ich kann euch bald ein Bild von mir auf der Apfelfarm zeigen (natürlich darf ich hier auch so viele Äpfel essen wie ich will und sogar welche mit nach Hause nehmen....Apfelkuchen!!)
Euch eine schöne Woche noch!
 

Samstag, 18. Februar 2017

Hastings und Samoa


Die Tage in Hastings vergehen schnell, ohne das wirklich etwas passiert. Ersteinmal habe ich alle möglichen Apfelfarmen angerufen, bis ich endlich drei Zusagen hatte. Das hört sich bestimmt an, wie wenn ich Jobs horten würde, aber es ist tatsächlich so, dass man, so lange noch kein Vertrag unterschrieben worden ist, nie wirklich eine feste Zusage hat. Die Zusagen waren folgende: food production, farmwork, apple picking. Letztendlich bin ich bei einem contractor hängen geblieben, der mir farmwork vermittelt. Bis das Apfelpflücken anfängt habe ich damit schon auf einer Kürbisfarm anfangen können. Also kommt ein bisschen Geld in die Kasse;) Leider regnet es jetzt aber seit ein paar Tagen, was heißt 1 1/2 Tage arbeiten auf der Kürbisfarm, 3 1/2 Tage Pause. Hätte ich bei der food production angefangen, hätte ich jetzt schon mehrere Stunden arbeiten können. Vielleicht kann ich den Verlust ja durch schnelles Apfelpflücken wieder wett machen;) Dazu kommt noch, dass auf Farmen eher immer Männer gesucht warden. Wenn also mal für ein oder zwei Tage jemand gebraucht wird, sind es Männer die gefragt warden. Keine Chance als Frau....

Jetzt aber erstmal einen Schritt zurück. Nach der ganzen Jobsuche habe ich mir Urlaub auf Samoa gegönnt. Hier bin ich mit 6 Personen von meiner Silverfern-Gruppe für 6 Tage auf die schöne Insel geflogen, die vier Stunden Flug von Neuseeland entfernt ist. Als Gruppe haben wir uns ein Appartment geleistet, so konnten wir an manchen Abenden gemeinsam Kochen....oder so dachten wir uns das zumindest! Läuft man in Samoa durch den Supermarkt wird schnell klar, dass selbst Kochen teurer ist, als die einheimischen Produkte auf dem Markt zu kaufen.
Die Fahrt vom Flughafen zu unserer Unterkunft war schon ein tolles Erlebnis. Natürlich wurden wir abgezogen und mussten mehr bezahlen, als wir hätten bezahlen müssen, aber dafür haben wir mit unserem Fahrer gleichzeitig eine kleine Tour durch die Stadt bekommen. Nur um eine Vorstellung zu bekommen, was ich mit abgezogen meine: Unser Minibus hat 10 Tala pro Person gekostet, aber mit dem Bus, mit dem die Einheimischen fahren, hätte man nur 3 Tala bezahlen müssen. Das ist für uns kein großer Unterschied, aber über eine längere Zeit gesehen kann man schon sehr viel sparen, wenn man es den Einheimischen gleich macht.
Die Häuser dort sind natürlich ganz anders als bei uns. Da es dort immer warm ist, haben die meisten Häuser keine richtigen Wände:
Alle Häuser haben unterschiedliche Farben, was die kleinen Orte richtig schön bund erscheinen lässt!
 
In den 6 Tagen haben wir so viel gesehen, wie wir sehen konnten! Dafür haben wir uns extra für 3 Tage ein Auto gemietet. So konnten wir auf die Südseite der Insel Upolu kommen, das ist die Hauptinsel von Samoa. 
 
Upolu hat wirklich wunderschöne Strände und unglaublich tolle Caves, die einem das Gefühl geben im Paradies zu sein!

 
Am vorletzten Tag sind Haruka und ich mit der Fähre auf die Nachbarinsel Savaii, wo wir Blowholes an der Küste sehen konnten, dass sind Löcher in dem Boden, durch die Meereswasser mit Kraft der Wellen nach oben gedrückt wird. Die Küste war ein spektakel an sich, da man sehen konnte wie die Lava erstarrt ist:
 
Da wir keinen Bus zurück erwischt haben, haben wir versucht zu hitchhiken. Und das hat, dank der Polizei auch geklappt:
 
Die waren so freundlich uns auf der Ladefläche ihres Autos Platznehmen zu lassen.
Nach einer Abkühlung in einem idyllischem Wasserfall sind wir wieder zur Fähre und zurück auf die Hauptinsel gefahren.
Alles in allem war die Reise nach Samoa ein absoluter Traumurlaub! Aber ich bin auch froh, direkt nach der Reise arbeiten zu können;)
Nach der Resie wieder zurück bei den Jungs zu sein ist für mich allerdings nur eine Übergangslösung. Das sind zwar im Großen und Ganzen nette Menschen, aber die Umgangstöne und das exzesive Trinken (und letzte Nacht auch Drogen nehmen) ist für mich einfach absolut nichts. Ich gehe an solchen Abenden aus unserer Hütte raus und sitze in der Lounge unseres Hostels oder in der Küche und unterhalte mich mit den anderen Backpackern. So gesehen ist das ok, aber es ist auch extrem nervig und anstrengend. Leider sind zur Zeit alle Hostel in der Stadt und Umgebung ausgebucht. Das kommt daher, dass das Apfelpflücken und Blaubeerenpflücken beginnt und die Leute sich hier sammeln, um Arbeit zu finden.
Mal sehen, wie ich die Situation lösen kann;)
Jetzt entdecke ich mal die Region und lass die alltäglichen Sorgen hinter mir;)
Euch allen einen schönen Sonntag! 
 


Montag, 6. Februar 2017

Zweite Runde, Neuseeland

 
Hallo Ihr!

Zu Anfang muss ich mich gleich mal entschuldigen, weil ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe. Irgendwie liefen die ersten zwei Wochen hier nicht so, wie ich es mir gewünscht hatte. Dass heißt nicht, dass es mir schlecht erging, aber es war auch nicht der Beste zweite Anfang der Reise, den man sich wünschen kann.

Ich fange mal mit dem Hinflug an. Am Frankfurter Flughafen hatten wir dank des Wetters und der damit zusammenhängenden Enteisung des Flugzeuges bereits Verspätung von über zwei Stunden, wodurch ich meinen Anschlussflug in Abu Dhabi nicht mehr erreichen konnte. Hätte Etihad 10 min auf uns gewartet, hätten wir am selben Tag noch nach Hongkong fliegen können, aber Etihad hat sich lieber dafür entschieden uns eine Nacht in Abu Dhabi zu spendieren. Hier wurde ich mit weiteren Leuten ins Hilton Hotel einquartiert. Abu Dhabi hab ich also dank Etihad einen Tag lang erkunden können. Jeder der mich kennt weiß, den Tag hab ich auch komplett ausgenutzt! Ich war in dem Wahrzeichen Abu Dhabis, der Sheikh Zayed Moschee, habe mir den Strand, ein großes Einkaufszentrum, Hochhäuser und das Heritage Village angeschaut.


 
Am nächsten Tag ging es dann los nach Hongkong. In Hongkong lief es dann nicht mehr ganz so gut. Hier mussten wir 11 Stunden im Transferbereich auf unseren Flug nach Auckland warten...warten bzw. kämpfen, da Hongkong Airline aus irgendeinem Grund nicht auf dem Schirm hatte, dass wir alle unseren eigentlichen Flug verpasst hatten. Nach drei Tagen reisen bin ich dann aber endlich in Auckland angekommen;) Hatte zwar meinen Anschlussflug nach Queenstown verpasst, aber schon eine Lösung parat. Mit vier Jungs aus Deutschland, die den selben Stress mit Etihad und Hongkong Airline hatten wie ich, nach Queenstown reisen. Und wie geht das kostengünstiger als mit einem kostenlosen, vollgetankten Auto für das auch noch die Fähre plus ein Fahrer kostenlos waren? Ich habe das Auto auf der website von transfercar gefunden. Hier beiten verschiedene Autoverleihfirmen an, dass du ihr Auto von A nach B bringen kannst. Das ist nicht nur praktisch für alle Reisenden, sondern auch noch für die Firma, da sie so keinen Angestellten bezahlen muss das Auto an seinen Ursprungsort zu fahren. Für die Überfahrt hat man eine bestimmte Anzahl an Tagen Zeit, die dafür ausreichen sich ein paar Sehenswürdigkeiten auf der Strecke anzuschauen.

In Queenstown angekommen wollte ich nicht mehr warten, sondern sofort zu meinem Auto! Und wie vermutet, ist er brav angesprungen und schnurrte wie ein Kätzchen;)

Die erste Nacht wollte ich mein Auto nicht allein lassen, weswegen wir aufgeteilt in den Zelten und im Auto schliefen.....gut, ganz wahr ist letzteres jetzt nicht, Queenstown war ausgebucht und so blieb uns nichts anderes übrig...XD

Von Queenstown ging es die Westküste entlang Richtung Norden. Einen längeren Halt haben wir in Haast, Greymouth, Motueka, Takaka und Nelson gemacht. Alles schöne Orte, von denen ihr jetzt ein paar Fotos seht:

(Huka Falls bei Taupo...noch auf der Nordinsel, auf dem Weg in den Süden)
(Haast am Strand)
(Ship Creek, bei Haast, ein sehr schöner Strand...Steinstrand)
(Hokitika Gorge bei Hokitika)

(Pancake Rocks, ein paar Autostunden über Greymouth) 
(Wharariki Beach, Golden Bay)
 
(Kayaking along the Golden Bay)
(Te Waikoropupu Springs bei Takaka)
(Waunui Falls, östlich von Takaka)
(Sonnenuntergang beim Tahunanui Reserve bei Nelson)
(Center of New Zealand, bei Nelson)
 
Das Einzige was mir fehlt sind ein paar Wanderungen entlang des Fox Glaciers und des Franz Josef Glaciers. Das werde ich aber noch nachholen.
Von Nelson aus ging es am 03.02 dann wieder auf die Nordinsel und die Ostküste entlang nach Hastings. Hier wohne ich jetzt in einem ein kleinen Fünfbettzimmer mit den deutschen Jungs in einem Hostel. Bald fliege ich nach Samoa und danach habe ich einen Job als Äpfelpflückerin. Mal gucken, wie anstrengend das wird! Erfahrungen sammeln werde ich auf jeden Fall;)